C wie Calciumaluminat
Zeit für die nächste Karte im COFERMIN-Quartett. Nach Aluminiumoxid (A) und Bentonite (B) widmen wir uns nun diesem vielseitigen Werkstoff, der in diversen Industrien eine wichtige Rolle spielt.
Calciumaluminat ist ein technisch vielseitiges Material, das sowohl als hochtemperaturbeständiges Bindemittel in Feuerfestanwendungen als auch als Schlackebildner in der Metallurgie dient. Doch beginnen wir mit der chemischen Zusammensetzung.
Chemisch gesehen handelt es sich um ein Gemisch aus chemischen Stoffen, das durch Verbrennen oder Versintern von Rohstoffen, bei denen es sich vorherrschend um Calciumcarbonat, Aluminiumoxid, Kieselerde und Eisenoxid handelt, bei hohen Temperaturen (höher als 1200 °C) hergestellt wird. Die so hergestellten chemischen Stoffe sind in einer kristallinen Masse eingeschlossen. Häufig ist die Grundformel CaAl2O4 , es gibt aber viel mehr chemische Verbindungen, die Calciumaluminat beschreiben. Die Gemeinsamkeit der unterschiedlichen Aluminate liegt in ihrer hohen Temperaturbeständigkeit. So liegen die Schmelztemperaturen je nach Phase meist über 1400 °C. Unterschiede werden in der Reaktivität erkennbar. Diese Reaktivität erlaubt es, Calciumaluminat in spezifischen Anwendungen präzise auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen.
Im industriellen Einsatz findet man Calciumaluminat in unterschiedlichen Formen statt.
Als granuliertes Schlackenbildner-Material in der Stahlindustrie wird Calciumaluminat eingesetzt, um Schwefel und andere Verunreinigungen effektiv zu binden. Dank der gezielten Beeinflussung der Schlackenzusammensetzung trägt Calciumaluminat dazu bei, die chemische Belastung feuerfester Auskleidungen zu verringern und so deren Verschleiß zu reduzieren. Durch seine mikroporöse Struktur löst es sich schnell und gleichmäßig in der Schlacke auf, was die Effizienz metallurgischer Prozesse erhöht.
Auch als Bindemittel oder bekannt als Tonerdezement, liefert es innerhalb weniger Stunden hohe Festigkeiten und ist größtenteils resistent gegenüber Säuren und Sulfaten. Ausnahmen sind hierbei Mineralsäuren. Gerade in monolithischen Feuerfest-Auskleidungen, etwa in Stahlpfannen und Hochtemperaturöfen, ist es ein wichtiger Zusatz. Calciumaluminat-Zement erreicht binnen Stunden Druckfestigkeiten, für die herkömmlicher Zement oft Tage benötigt. Zudem entstehen keine kalkhaltigen Phasen, was die chemische Stabilität erhöht.
Calciumaluminat wird entweder im energieintensiven Schmelzverfahren oder im effizienteren Sinterverfahren produziert. Beide Prozesse bieten eine hohe Qualität, doch das Schmelzverfahren garantiert eine hohe Reinheit. Das klassische Schmelzverfahren erfolgt bei Temperaturen über 1600 °C, wodurch unerwünschte Restphasen vermieden werden. Moderne Sinterverfahren ermöglichen zudem eine flexible Steuerung der Zusammensetzung bei reduziertem Energieverbrauch.
COFERMIN liefert maßgeschneiderte Calciumaluminate mit der richtigen Abstimmung auf Ihre industriellen Anforderungen. Unsere Rohstoffe beziehen wir von vertrauenswürdigen Quellen mit hohen Qualitätsstandards. Durch unser globales Netzwerk und starke Lieferpartnerschaften stellen wir auch bei schwankenden Marktbedingungen zuverlässige Lieferungen sicher. Zusätzlich beraten wir Sie detailliert bei Anwendung und Handhabung, von der optimalen Dosierung in der Metallurgie
Eine kurze Einordnung in unsere Quartett-Rubriken darf natürlich nicht fehlen:
- Ökonomie: Eng verknüpft mit Stahl- und Bauindustrie, moderates Wachstum (~5 % p.a.).
- Feuerfestigkeit: Hoch, geeignet für Anwendungen über 1400 °C.
- Ursprungsland: China
- Nachhaltigkeit: Mittel, reduziert Fluor-Einsatz in der Stahlindustrie.
- REACH-pflichtig: Nur für geschmolzenes Material, das gesintherte ist ausgenommen.
Sie möchten mehr erfahren oder einen individuellen Bedarf klären? Kontaktieren Sie unser Team oder besuchen Sie unsere Webseite unter cofermin.de.

Andrii Sergan
Sales & Marketing Manager